Am 18. 09. 2026 im Amtsblatt von LE


Spielkarten ULMER TYP

Bereits vor 550 Jah­ren gab es in Nürn­berg, Augs­burg und Ulm viele Kar­ten­her­stel­ler, die ne­ben den Kar­ten auch Hei­li­gen­bil­der (sehr wich­tig da­mals) und son­stige be­druck­te Pa­pie­re pro­du­zier­ten. Die Ul­mer wa­ren da­bei so er­folg­reich, dass sie die Kar­ten fäs­ser­wei­se ex­por­tier­ten. Ve­ne­dig er­hob schon im 15. Jhdt ho­he Zöl­le auf frem­de Kar­ten­spie­le, um die düm­peln­de ein­hei­mi­sche Fer­ti­gung zu schüt­zen. Ei­ni­ge Ulmer Kar­ten Mit­te 16. Jhdt:

Foto: DMS Inv.Nr. B122

Seit 1402 wird die Her­stel­lung von Kar­ten in Ulm er­wähnt (die al­ten Kar­ten selbst sind lei­der nicht über­lie­fert), 1404 wur­de eine ei­ge­ne Zunft ge­grün­det. 1855 schloss die letz­te Werk­statt. Kenn­zeich­nend für die Ulmer Kar­ten (auch „schwä­bi­sches Ein­fach­bild“ ge­nannt): Die Fi­gu­ren­kar­ten waren einfigürig (Bu­be, Da­me usw. be­stan­den al­so nicht aus zwei glei­chen Hälften), Unter und Ober waren stets kämp­fe­rische Sol­da­ten, auf den Dau­sen waren sym­bo­lisch das Ver­gnü­gen (Eichel), die Künste (Blatt), der Krieg (Herz) und der Han­del (Schel­len) dar­ge­stellt, die Kar­ten be­saßen min­de­stens eine leuch­ten­de Far­be und die Fi­gu­ren wa­ren nach der Mode des 15./16. Jahr­hun­derts ge­klei­det. Far­bi­ge Kar­ten siehe aus dem 19. Jhdt i-p-c-s.org/pattern/ps-104.html

Kunsthistorische Spiel­kar­ten (z.B. mit Be­zug zur Mu­sik!) kön­nen Sie je­den Mitt­woch von 14 bis 17 Uhr im Schau­de­pot des Museums be­sich­ti­gen. Weitere Gä­ste­füh­rungen zu anderen Zei­ten sind mög­lich. Zu­sätz­lich ist das Museum in jedem Mo­nat am er­sten Sonn­tag mit Kaf­fee- und Ku­chen­ver­sor­gung ge­öff­net, das nächste Mal am 4.10.2026 ab 14 Uhr. Kontakte:
www.foerderverein-spielkartenmuseum.de, spielkartenmuseum@le-mail.de 

und Tel. 0711 7560 120.

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